19. Juli bis 6. August 2024. Hamburg, Innsbruck, Bozen, Venedig, Neapel, Amalfi, Rom, Verona. Drei Wochen, ein Land voller Gegensätze.
Ich mit meinen Töchtern. Mein Bruder mit Frau und Kleinkind. Kein Flug.
Anfahrt: zwei Routen nach Innsbruck
Mein Bruder mit Familie startet von Hildesheim nach München, übernachtet bei Freunden in München-Laim. Ich fahre mit den Mädels direkt im Nachtzug von Hamburg – 20:10 Uhr los, 9:14 Uhr morgens in Innsbruck.
Gemeinsam direkt weiter nach Bozen, dort ein Stadtbummel durch die Altstadt – Laubengasse, Waltherplatz, ein erster Eindruck von Südtirol bevor es weiter nach Venedig geht.
Von dort weiter nach Venedig-Mestre. Drei Zugwechsel an einem Tag, aber jeder davon kurz. So fühlt sich Bahnreisen durch die Alpen an – ein Land nach dem anderen zieht vorbei.
Venedig-Mestre: Zwischenstation
Wir wohnen nicht in Venedig selbst, sondern in Mestre auf dem Festland – eine Wohnung, deutlich günstiger und ruhiger. Von dort ist Venedig in wenigen Minuten mit dem Zug erreichbar.
Zwei volle Tage Venedig, diesmal ohne die Zurückhaltung der „abseits der Touristenrouten“-Attitüde: Markusplatz, Rialtobrücke, alle die Orte die man kennt bevor man sie selbst gesehen hat. Manchmal ist das genau richtig – man muss nicht jeden bekannten Ort meiden, nur weil er bekannt ist.
Neapel: Basis für den Süden
Drei Stunden Zugfahrt von Mestre nach Neapel, mit Umstieg. Unterkunft am Rande der Stadt.
Neapel ist laut, chaotisch, lebendig. Wir nutzen die Stadt als Basis für eine Woche voller Tagesausflüge.
Morgens die Grotte di Gaiola – ein Naturschutzgebiet direkt am Meer, archäologische Reste unter Wasser sichtbar. Nachmittags dann einfach Schwimmen in Neapel selbst. Ein Tag der zeigt: Neapel ist auch eine Strandstadt, wenn man weiß wo.
Herculaneum und Vesuv
Herculaneum – kleiner als Pompeji, aber dichter erhalten, die Häuser stehen fast vollständig. Danach der Vesuv: der Krater ist begehbar, der Anstieg machbar auch mit Kindern. Oben der Blick über die Bucht von Neapel, unten das Wissen was hier vor 2000 Jahren geschah.
Ischia
Schiff hin und zurück. Auf der Insel eine Wanderung zum Berg in der Mitte – mit Blick über ganz Ischia. Vulkanische Insel, heiße Quellen, ein vollkommen anderes Tempo als die Stadt.
Neapel – Festung, Katakomben, Pizza ohne Ende
Zwei Tage Sightseeing durch Neapel selbst: die Festung, die Innenstadt, die Katakomben unter der Stadt. Dazwischen Pizza, mehr Pizza, noch mehr Pizza – das ist schließlich Neapel. Und Schwimmen im Meer, weil es zu heiß ist, um es nicht zu tun.
Alte Vulkane zwischen Pozzuoli und Baiae
Eine Wanderung durch die Vulkanlandschaft der Campi Flegrei, zwischen Pozzuoli und Baiae, mit Schwimmen unterwegs. Ein Gebiet das weit weniger bekannt ist als der Vesuv, aber genauso eindrücklich
Tivoli und der Wasserfall
Zugfahrt über Villa Literno und Formia nach Rom, weiter nach Tivoli.
Tivoli liegt vor den Toren Roms, mit eigenen Villen und Gärten – ein ruhigerer Ausgangspunkt als die Stadt selbst. Der Wasserfall dort ist ein eigenes kleines Ereignis – Wasser, Kühle, eine Pause zwischen Hitze und nächster Stadt.
Rom – Forum Romanum und Kolosseum
Erster Rom-Tag, der klassische: Forum Romanum, Kolosseum. Geschichte die man unter den eigenen Füßen spürt. Dann Villa Borghese, Santa Maria della Vittoria, Santa Maria degli Angeli e dei Martiri. Kirchen, Kunst, weniger Touristenmassen als an den großen Pflichtstationen.
Berge statt Antike: Licenza und San Polo de‘ Cavalieri
Nächster Tag: Bewusster Kontrast. Statt Ruinen und Menschenmassen die Monti Lucretili, eine knapp 30 Kilometer lange Wanderung von Licenza bis San Polo de‘ Cavalieri, nordöstlich von Rom.
Frische Luft, kaum andere Wanderer, ein vollkommen anderes Tempo als die Tage davor. Genau das hat nach einer Woche Großstadt und Küste gutgetan.
Rom, Tag zwei: Vatikan und Trevi
Zurück in die Stadt, zurück zu den Pflichtstationen: Vatikan, Spanische Treppe, Trevi-Brunnen. Der Brunnen ist lauter und voller als jedes Foto vermuten lässt – und trotzdem lohnt es sich, einmal davor zu stehen.
Zwei Rom-Tage mit einem Bergtag dazwischen. Das war die richtige Reihenfolge.
Verona
Auf dem Rückweg ein Tag Verona – Arena, Altstadt, ein ruhigerer Zwischenstopp nach den intensiven Rom-Tagen.
Rovereto und Gardasee, der Nachtzug nach Hause
Letzte Station vor der Heimreise: Rovereto am Fuß der Dolomiten, mit einem Abstecher zum Gardasee.
Am nächsten Morgen nach Innsbruck und abends der Nachtzug zurück nach Hamburg.
Drei Wochen, ein Land, zwei Reisegruppen, null Flüge.