Teil zwei meiner kleinen Serie über mein Bike-Setup. Im ersten Teil ging es um Gepäck, Werkzeug, Licht und Schloss. Jetzt geht es um das was ich selbst trage – und das ändert sich mit der Jahreszeit deutlich mehr als man denkt.
Ein roter Faden zieht sich durch fast alles: Vaude. Nicht weil ich gesponsert werde, sondern weil die Marke für mich über die Jahre einfach am besten funktioniert hat.
Frühling und Herbst
Das ist die Jahreszeit mit dem meisten Equipment, weil das Wetter am unberechenbarsten ist.
Der Helm: ein schwarzer Mips-Helm von Giro. Darunter eine dünne Helm-Cap von Vaude – hält den Kopf warm ohne unter dem Helm zu drücken. Bei Regen oder Nachtfahrten kommt eine reflektierende, neongelbe Regenhaube für den Helm dazu. Sieht nicht elegant aus, funktioniert aber genau dafür.
Am Hals: ein Loop-Schal mit Filter von Urbando. Den ziehe ich aber nicht ständig über die Nase – nur wenn Autos direkt vor mir sind und die Abgase dichter werden.
Die Jacke ist ein Vaude-Modell mit Fleece-Elementen, warm, zuverlässig. Den Reißverschluss habe ich bei einer Schneiderin erneuern lassen, weil es das Modell inzwischen nicht mehr zu kaufen gibt – ein kleines Beispiel dafür dass Reparieren oft die bessere Alternative zum Neukauf ist.
Dazu nachhaltige Kapuzenpullis mit Fahrradmotiven von Greenbomb, eine Jeans, Vaude Moab Syn II MTB-Schuhe und Vaude Strone Handschuhe.
Sommer
Im Sommer wird es deutlich leichter. Eine Vaude Trekking-Hose mit Reißverschluss, die sich in eine kurze Hose verwandeln lässt – praktisch wenn sich das Wetter im Laufe des Tages ändert. Dazu T-Shirts mit Fahrradmotiven oder politischen Botschaften.
Bei Regen: eine dünne Regenjacke von AGU, leicht genug um sie einfach mitzuführen ohne dass sie stört. Über die Schuhe kommen bei Bedarf Vaude Shoecover Pallas III. Als Schuhe selbst trage ich im Sommer die Vaude TVL Asfalt.
Winter
Im Winter wird wieder alles wärmer und robuster. Die Vaude Limfort Jacket II ist mein Hauptstück – warm, windabweisend, zuverlässig. Als Schuhe die Vaude TVL Asfalt Dualflex Winter STX, die auch bei Nässe und Kälte funktionieren.
Dazu Jeans, Kapuzenpullis, eine Vaude Regenhose für die wirklich nassen Tage, sowie eine Mütze und dickere Handschuhe, ebenfalls von Vaude.
Die Jeans-Geschichte
Eine kleine Randgeschichte verdient eigene Erwähnung, weil sie zeigt wie ein scheinbar einfaches Kleidungsstück eine ganze Entwicklung durchlaufen kann.
Ich habe lange Jeans von Manomama getragen – sehr nachhaltig, in Deutschland produziert. Das Problem: Sie gingen schnell kaputt, weil ich mit meinen kleinen Kindern viel auf Spielplätzen im Sand unterwegs war. Als Alternative kamen Jagdhosen von Decathlon dazu – ein Tipp vom YouTube-Kanal „Fahrrad-Fanatiker“, günstig und robust, aber nicht aus 100 Prozent Baumwolle und nicht nachhaltig produziert.
Aktuell trage ich eine Bike-Jeans von Alberto – speziell fürs Fahrrad entwickelt, leicht wasserabweisend, mit reflektierenden Elementen. Toll konzipiert, aber sie färbt über viele Wochen Blau ab und ist ebenfalls nicht zu 100 Prozent nachhaltig.
Meine nächste Jeans wird wieder eine von Manomama sein. Eine kleine Schleife, aber genau das macht den Prozess ehrlich: Nicht jede Entscheidung ist endgültig richtig. Man probiert, merkt was nicht passt, und kehrt manchmal zurück zu dem was am Anfang schon gut war.
Was diese Serie zeigt
Design heißt für mich nicht nur funktionale Ausstattung am Rad selbst, sondern auch die Kleidung die das Fahren über das ganze Jahr angenehm macht. Jedes Stück hat seine Geschichte, seinen Grund, manchmal auch seinen Umweg.