Vegane Woodwalkers-Torte: Carag als Fondant-Puma zum Geburtstag

Wer Kinder hat, die die Woodwalkers-Reihe von Katja Brandis verschlungen haben, weiß: Carag ist nicht einfach eine Figur. Carag ist ein Gefühl. Ein Puma, der zwischen zwei Welten lebt, die Natur liebt und für das Richtige kämpft — ehrlich gesagt passt das ziemlich gut zu dem, wofür wir hier stehen.

Als meine Tochter zwölf wurde, war also schnell klar: Es gibt eine Woodwalkers-Torte. Vegan natürlich. Selbst gemacht. Und mit einem kleinen Fondant-Puma obendrauf, der aussieht als würde er gleich durch den Wald springen.

Warum vegan backen — und warum es leichter ist als du denkst

Für uns ist veganes Backen keine Einschränkung, sondern einfach normal. Keine Eier, keine Kuhmilch, kein Butter — und trotzdem ein saftiger Schokokuchen, der beim Kindergeburtstag als erstes weg geht.

Das Geheimnis: Pflanzenmilch + Apfelessig ergibt eine Art vegane Buttermilch, die den Teig schön locker macht. Pflanzenöl sorgt für die Saftigkeit. Und statt Sahne-Ganache kommt Pflanzensahne — schmeckt genauso gut, funktioniert genauso.

Wer das noch nie gemacht hat: traut euch. Es ist wirklich nicht schwieriger als konventionelles Backen.

Das Rezept (für ca. 12 Personen, Springform Ø 20 cm)

Dieses Rezept ist ein abgewandeltes Rezept ähnlich dem Rezept „Veganer Schokoladenkuchen (Das beste Rezept)“ von Bianca Zapatka.

Für den Teig

  • 300 g Weizenmehl (Type 550)
  • 60 g Kakaopulver (ungesüßt)
  • 220 g Zucker
  • 12 g Backpulver
  • 6 g Natron
  • 4 g Salz
  • 300 g Pflanzenmilch (Hafer oder Soja)
  • 90 g neutrales Pflanzenöl (z. B. Raps)
  • 15 g Apfelessig
  • 5 g Vanilleextrakt
  • 150 g heißes Wasser oder heißer Kaffee

Für die Ganache

  • 200 g vegane Zartbitterschokolade
  • 200 g vegane Schlagsahne (z. B. Soja oder Hafer)

Für die Dekoration

  • 800 g veganer weißer Fondant
  • Lebensmittelfarbe (grün, braun, orange/gelb, schwarz)

So wird’s gemacht

  1. Teig vorbereiten. Alle trockenen Zutaten mischen. Pflanzenmilch mit Apfelessig verrühren und 5 Minuten stehen lassen — sie wird leicht dicklich, das ist gewollt. Öl und Vanille dazugeben, dann alles zur Mehlmischung geben und kurz verrühren. Zum Schluss das heiße Wasser einrühren. Der Teig ist sehr flüssig — das ist richtig so.
  2. Backen. Auf zwei Springformen (Ø 20 cm) aufteilen, bei 175 °C ca. 30–35 Minuten backen. Stäbchenprobe. Vollständig auskühlen lassen.
  3. Ganache. Schokolade fein hacken, heiße Pflanzensahne darübergießen, 2 Minuten warten, dann glatt rühren. 1–2 Stunden kalt stellen bis sie streichfähig ist.
  4. Zusammensetzen. Böden begradigen, stapeln, mit Ganache einstreichen (Crumb Coat), 30 Minuten kühlen.
  5. Fondant. Ca. 600 g Fondant mit grüner Lebensmittelfarbe verkneten, ausrollen (3–4 mm) und die Torte einkleiden.

Den Fondant-Puma (Carag) modellieren

Das ist der Teil, bei dem Kinder am liebsten mitmachen wollen — und den man ruhig gemeinsam machen kann. Ihr braucht ca. 80 g orangefarbenen Fondant, etwas Weiß und etwas Schwarz.

Körper: 30 g zu einem abgeflachten Oval formen — das wird der liegende Rumpf.

Kopf: 15 g zu einer leicht abgeflachten Kugel rollen, mit einem Tropfen Wasser am Rumpf befestigen. Eine kleine hellere Schnauze aufsetzen.

Beine und Schwanz: Vier kurze dicke Rollen für die Beine, einen langen dünnen für den Schwanz mit leicht verdicktem Ende.

Ohren: Zwei kleine Dreiecke ausschneiden und oben auf den Kopf setzen.

Augen und Nase: Winzige schwarze Fondantkugeln als Augen, ein kleines braunes Dreieck als Nase.

Details: Mit einem Zahnstocher Schnurrhaare einritzen, sanfte Fellstreifen auf dem Rücken andeuten.

Den fertigen Puma 30–60 Minuten trocknen lassen, dann mit etwas Wasser auf der Torte befestigen.

Was wir noch dekoriert haben

Wir haben zwei Versionen gemacht. Zum eigentlichen Geburtstag in grün: Rund um den Puma haben wir graue Fondant-Pfotenabdrücke verteilt — einfach mit einem runden Ausstecher und dem Fingernagel für die Zehen. An der Seite kamen braune Fondantäste und grüne Blätter dazu. Bei der Version in weiss am Wochenende haben wir den Schriftzug „Woodwalkers“ haben wir aus gelbem Fondant ausgeschnitten und an den Rand gesetzt.

Ein Wort zur Nachhaltigkeit

Fondant kauft man meistens in Plastikverpackung — das lässt sich kaum vermeiden. Wir achten dafür darauf, gelatinefreie Varianten zu nehmen (z. B. Funcakes oder Renshaw, Zutatenliste prüfen).
Perfekt ist das nicht — aber deutlich besser als viele konventionelle Fertigtorten.

Aber die Schokolade für die Ganache kam unverpackt von der Kornkiste, die Hafermilch und Hafersahne und der Apfelesig in der Pfandflasche von denn’s.

Das Ergebnis

Das Gesicht meiner Tochter, als sie die Torte gesehen hat, hat sich gelohnt. Jede Stunde Fondant-Kneten, jeder Zahnstocher-Schnurrbart.

Und sie war — natürlich — der erste Mensch, der Carag ein Stück abgebissen hat.

🐾

Habt ihr auch schon einmal eine Thematorte für eure Kinder gemacht? Schreibt es gern in die Kommentare.

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