
Manchmal ergibt sich ein Ausflug einfach. Sonntag, gutes Wetter, Hund dabei – und die Frage: Wohin?
Die Antwort kam über den Fahrplan. Von Bergedorf fährt gerade kein Zug nach Osten – Schienenersatzverkehr. Also Bus nach Lauenburg an der Elbe, dort Mittag gegessen mit Blick auf den Fluss, dann Zug nach Lüneburg, Eis in der Altstadt, und über Hamburg Hauptbahnhof wieder zurück nach Lohbrügge. Insgesamt: 32 Kilometer Bus, 72 Kilometer Bahn, 5 Kilometer zu Fuß. Kein Auto, kein Parkplatz, kein Stress.
Lauenburg: unterschätzter Stopp an der Elbe
Lauenburg liegt direkt an der Elbe, knapp 40 Kilometer von Hamburg entfernt – und wird von den meisten Menschen durchgefahren ohne anzuhalten. Das ist schade. Die Altstadt ist kompakt und gut erhalten, der Blick von oben auf den Fluss und die Eisenbahnbrücke ist bemerkenswert. Wir haben an der Uferpromenade Mittag gegessen und den Hund an der Elbe laufen lassen. Für einen Zwischenstopp ist Lauenburg unterschätzt.


Lüneburg: Altstadt, Hafen, Eis
Von Lauenburg nach Lüneburg sind es mit dem Zug knapp 30 Minuten. Die Lüneburger Altstadt ist eines der am besten erhaltenen mittelalterlichen Stadtbilder Norddeutschlands – Backsteingebäude, Kopfsteinpflaster, der alte Hafen am Stint. Wir sind durch die Innenstadt gelaufen, haben uns das Fachwerkhaus in der Heiligengeiststraße angeschaut und zum Abschluss Eis gegessen.
Was ich an solchen Tagen schätze: Die Fahrt ist nicht nur Mittel zum Zweck. Im Bus von Bergedorf nach Lauenburg sieht man die Elbe-Landschaft auf eine Art, die man im Auto nicht wahrnimmt. Im Zug nach Lüneburg gehört die Zeit dir.
Was das mit dem Deutschlandticket zu tun hat
Dieser Ausflug hat mich – abgesehen vom Mittagessen und dem Eis – keinen einzigen Euro Fahrtkosten gekostet. Alles über das Deutschlandticket. Das ist kein Werbebeitrag für die Bahn, sondern eine einfache Feststellung: Solche Tage sind mit Auto teurer, langsamer und anstrengender. Ich vermisse es nicht.
