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Melonenzeit – Rundbrief Nr.1

Von adigwe | 7.September 2002

Jetzt bin ich schon eine Woche hier und es wird jawohl Zeit etwas von mir hoeren zu lassen. Da dies kein offiezieller Rundbrief sein soll, ist er weder gut strukturiet oder gestylt, ich wollte halt schnell von mir hoeren lassen, bitte habt verstaendnis dafuer.

Die Fahrt
Am Dienstag bin ich wohlbehueted und ohne Probleme (die sind jetzt da), mit nur einer Stunde verspaetung im Bahnhof angekommen.
Die Fahrt war ganz angenehm. Habe mich mit einem Rumaenen (ein ehemaliger Amateur Boxer) unterhalten, der seit 12 Jahren illegal in Oesterreich gearbeitet hat (es geht also doch) und nun seine erste Arbeitserlaubnis in Bukarest abholt.

Kein Computer mehr zu haus
Erstmal die schlechte Nachricht vorraus: Wolfgangs (mein WG Kollege und Freiwilliger) Laptop ist weg, er wurde gestern im Taxi liegen gelassen. Es ist ziemlich frustrierend wie das einzig wertvolle weg ist, das wo von alles abhing – Wolfgangs gesammte Arbeit!! Darum sitze ich nun im Internetcafe und die Kommunikation wird weitaus komplizierter.
Aber schaun wir lieber auf den Rest der Woche:

Etwas aus meinem Projekt
Mein Vorgaenger Nemo ist am gleichen Tag wie ich wieder aufgetaucht, um sich wieder einmal zuverabschieden – diesmal fuer real!! Eigentlich hatte ich vor mit ihm jetzt fuer zwei Wochen nach Bulgarien zu gehen, da die Projektkinder ferien haben. Man sagte aber ich wuerde gebraucht. Nun habe ich doch frei und werde heute nach Budapest zu einem Festival aufbrechen.
In meinem Projekt habe ich zweimal gearbeitet (noch ist es eher ein Besuch). Von der schule aus haben die Kinder fast zwei Monate ferien, darum laeuft ein gekuerztes Ferienprogramm mit wenigen Kindern. Nach den Ferien (12.August) wird intensiv fuer die Examspruefungen in der Schule geuebt, bis dahin will ich einiges an Rumaenisch gelernt haben (mal schauen).

Wochenende in Cluj
Am Wochenende habe ich einmal Rumaenien durchquert und bin nach Cluj (Klausenburg) gefahren um die anderen Eirenies (Rumeaenienfreiwillige aus Deutschland) zutreffen.
Zunaechst konnte ich vom Zug aus die wunderschoene Landschaft Transylvaniens sehen, wo sich kaum eine Menschenseele sich aufhaelt. Wenn jemand mich besuchen komen sollte (dies ist eine Einladung!!), muss er sich das unbedingt anschauen. Eine Fahrradtour oder Wanderung will ich dort unbedingt noch machen.
Cluj ist eine recht huebsche siebenbuergersachsen (deutsch) Stadt. Da sie eine Studentenstadt ist, ist hier viel los. Der Buergermeister der Stadt ist allerdings Nartionalist. Darum ist jede Strasse mit Rumaenischen Flaggen flaniert und jede Bank, Strassensperre oder jeder Muelleimer in den rumaenischen Farben gestrechen. Man erzaehlt er wollte die Strassenhunde mit Halsbaendern mit der Ungarischen Flagge umbinden, um die ungarische Minderheit zu denunzieren. Doch die Leute scheinen damit zu freiden zu sein – er haelt ja die Stadt sauber. Das tut dem Flair der Stadt aber auch keinen Abbruch.

Veraenderungen in Bukarest

Obwohl ich erst eine Woche hier bin, habe ich doch einiges an veraenderungen von der Maerzwoche zu jetzt erlebt:
Es sind weitaus weniger Strassenhunde unterwegs – sie scheinen wohl doch beseitigt worden sein. So lebt es sich doch weitaus besser.
Fahrrad fahren ist Mode geworden – Man sieht viele Radfahrer auf tiefen Mountainbikes die die Treppen runterstuerzen und mit rasender geschwindigkeit durch Passantenschwaerme durch dringen. Vielleicht kommt auch die Zeit in der ich normal mit dem Fahrrad fahren kann – warten wirs ab!
Obwohl der Eurokurs gleich dem Dollar ist und so in Dollar ausgezeichnete Preise wie Mieten und Telefonkosten und elektronische Geraete billiger geworden sind, sind die Preise gestiegen. Die Bahnfahrten sind verdoppelt worden. (sind natuerlich fuer westlichen Niveu trotzdem guenstig)

An meinen Unterstuetzerkreis (in Gebet und/oder Finanzen)

Als ich ankam hat mir Wolfgang begeistert von der Baptistischen Gemeinde erzaehlt, er moechte sogar vorschlagen dort einen Freiwilligen hinzusenden. Von einer anderen Deutschen habe ich von einer internationalen Gemeinde (damit ist der GoDi auch auf Englisch) erfahren, die sich nach Pfingstlern anhoert. – Betet das ich das richtige geistliche Zuhause finde.
Die Sprachprobleme wird wohl die schwierigste ueberwindbare Huerde sein, damit ich „funktioniere“ – Betet das ich die Sprache schnell erlerne.
Danke das ich auf euch zaehlen kann und konnte, diesen Rueckhalt brauche ich!!

Ende und Gruss
Wenn ich diesen Rundbrief lese, dann sieht es ja nach einen Haufen Spass aus – ist es auch!! 🙂 Es ist halt die Zeit des umgewoehnen, umorientieren und Freunde suchen usw. Die Arbeit kommt und ist auch da. Doch davon werde ich Berichten sobald ich etwas mehr gesammelt habe.

Themen: Rundbriefe | Kein Kommentar »

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