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An die Arbeit – Rundmail Nr.2

Von adigwe | 7.Oktober 2002

Hallo Leute,
waerend es bei euch warscheinlich das Wasser bis zum Hals steht, ist bis auf eine regnerische Woche, Wetter maessig nichts passiert und es scheint wieder die Sonne.

Aber ich will hier nicht ueber das Wetter reden, sondern nach genau einem Monat ueber meine Arbeit hier berichten:

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1. Fundatia F.O.C. – Ihre Arbeit
2. Fundatia F.O.C. – Meine Arbeit
3. Life in the City – Was sonst noch so geht
4. Ende und Gruss – Wichtiges fuer euch alle da drausen
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1. Fundatia F.O.C. – Ihre Arbeit
Vieles wissen die meisten von euch schon, manches aber noch nicht.
F.O.C. wurde von Tere des Homme gegruendet und ist immer noch auf ihr Geld angewiesen (darauf warten sie in diesem Monat gerade, darum sind Investitionen minimal) Ihre Arbeit gliedert sich in zwei Sparten: Praevention und Bewaehrung

In dem Bereich Bewaehrung, der von der EU gefoerdert wird, wird versucht Jugendliche die kriminell geworden sind zurueck in die Geselschaft zu fuehren, hierzu sind viele Psychologen und Sozialarbeiter eingestellt, die die Gefaengnisse besuchen und mit den Eltern und Behorden sprechen. Behoerdengaenge und Co begleiten und den Jugendlichen Unterstutzung bieten.

Praevention ist der Bereich in dem ich im Moment arbeite.
In zwei Schulen sind Day Care Center eingerichtet. In diesem werden die Kinder nach folgenden Kriterien, in dieser Reihenfolge ins Projekt auf genommen: schulische Probleme, armut, Familiere Situation. Hier bekommen sie Hilfe bei ihren schulischen Problemen, ein kleines Mittagessen, Freizeitprogramm und ab und zu die begehrten „Hilfspakete“ anderer Organisationen oder Spender. Regelmaessige Besuche in den Familien gehoeren auch noch zu der Aufgabe, um die Sozialarbeiter und die Familie auf ihre Situation aufmerksam zu machen und Kontakt zu halten. In diesem Bereich sind etwa 60 Kinder, 5 Sozialpaedagogen in den Centren, zwei Sozialarbeiter als Leiter und Koordinatoren und ich.

Das ich sage im Moment arbeite ich in diesem Bereich, heisst nur das ich auch vor habe, wenn ich die Sprache beherrsche auch in den Bewaerungsbereich hinein zu schnuppern, der aber um einiges heftiger sein soll als das, was ich in der Praevention erlebe. Eine andere Sache ist, das ich auserdem die Strassenkinder in der Kanalisation besuchen will (hat aber mit F.O.C. nichts zu tun).

2. Fundatia F.O.C. – Meine Arbeit
Ich arbeite von Montag bis Dienstag in der Schule 136 und von Mittwoch bis Donnerstag in der Schule 134, jeden 2. Freitag wechsele ich die Schule.
Bis jetzt, da ich neu bin und noch Schulferien sind und das Programm mit allen Kindern stattfindet und nur von 9:00 bis 14:00 Uhr geht habe ich noch keine Konkreten Aufgaben uebernommen.

Im moment arbeite ich nach „Lust und Laune“ das heisst mir haengen 4 Kinder um den Hals, die Zuneigung brauchen und bringen mir vereinzelte Woerter in rumaenisch und zigani, die roma sprache (rund die haelfte der Kinder sind Roma) bei. Im Gegenzug lerne ich ihnen die kleinen Spiele bei die man im Unterricht gespielt hat. Das Formel 1 Spiel von Christoph Peterman kam am besten an. Christi kam mit einer wunderschoenen und komplizierten Rennstrecke an, die er zu Hause angefertigt hatte.
Ausserdem haben wir kleine Ausfluege ins Museum und in einen Park unternommen, sowie Sport und Tanz betrieben.
Am eindruckvollsten aber war der Familienbesuch in einem Block. Die Familien in diesen Blocks zahlen nichts. Strom wird illegal abgezapft und dient zum Kochen, in dem Draehte auf einem Steingestell eingespannt werden. Die Appartments bestehen aus einem Zimmer ca. 3×5 Meter, sowie zwei noch kleinere abgetrennte Nischen, als Badezimmer und Kuche genutzt. In diesen Zimmern leben bis zu sieben Personen. Wenn man diese Umstande sieht wird klar wie sinnvoll die Arbeit mit den Kindern ist – der versuch sie aus diesen Loechern heraus zu holen.

Ich werde aber, nach dem Sprachkurs, der uebernaechste Woche beginnt, einmal pro Woche in jeder Schule Englisch und oder Deutsch beibringen und eine zwei bis drei stundige Zeit fuer meine eigenen Aktivitaeten bekommen in dieser AndiZeit werde ich mirt ihnen basteln oder spielen.
Mein konkreter Plan ist das Siedler von Catan Spiel mit den Kindern zu bauen, da es dieses Spiel hier nicht gibt und ich ein begeisterter Spieler gewesen bin.

Vorgesestern habe ich das Angebot bekommen bei den Strassenengeln (ein deutsches Projekt von der ich eine Freiwillige kennengelernt habe) Kerzen in ihrer Werkstatt zu basteln. Sie tun dies mit Jugendlichen von der Strasse und verkaufen diese in Deutschland (Das benoetigte Parafin bekommen sie uebrigens von den Raffenerien die es hier gibt – in Rumaenien gibt es Oel!!)

Mit der Jungschar (die Kindergruppe aus Goettingen) willl ich auch noch eine Brieffreundschaftaktion irgendwann starten, aber darueber muss ich noch mit allen Teilnehmern sprechen. Mal sehen was draus wird.

Auserdem werde ich die Homepage von F.O.C. basteln… ein ehrgeiziges Projekt, vorallem weil sie es in drei Sprachen wollen (rumaenisch – englisch -deutsch – und das bei einem franzoesischen Sponsor).

3. Life in the City – Was sonst noch so geht
An zwei Wochenenden (in meiner Freizeit) habe ich die Freizeit von Wolfgang besucht. Diese Freizeit die drei Wochen lang war, war in den Karpaten, in der wir eine schoene Wanderung unternommen hatten und ich jede Menge Spass mit den Kids hatte. An zwei naechten kam tatsaechlich ein Baer ins Lager, der sich an den Essensresten zuschaffen machte, so habe ich in 3 Meter Entfernung einen Baeren in freier Wildbahn erlebt.

Natuerlich kann man in Bukarest ein aehnliches Nachtleben erleben wie in anderen Grossstaedten, an dem ich auch teilgenommen habe. Einige deutsche und englische Freiwillige gibt es hier, mit denen ich unterwegs bin.
Aber auch mit Rumaenen bin ich mittlerweile unterwegs und versuche nun einmal pro Woche Basketball oder Fussball mit ein paar neureichen 24 Jaehrigen zu spielen. (Nicht ganz meine Gruppe, aber die koennen englisch und koennen oefter mal ausgehen)

4. Ende und Gruss – Wichtiges fuer euch alle da drausen

Eine Bitte habe ich an euch: Wenn ihr weiter von mir hoeren wollt, sendet eure Emailadresse doch bitte an Marcus Meissner (MarcusMeissner@aol.com) , der den Brief dann weiterleiten wird, weil die Emailadressen mitlerweile den Header sprengen und ich die Mail oefters verschicken muss.

Leitet diese Email doch bitte weiter an denjenigen der auch von mir hoeren moechte, ich hab leider nicht mehr alle Adressen.
Ich habe meinen ersten Film bald voll, dann gibt es 36 Bilder in 36 Tagen auf meiner Homepage zu sehen (foc.adigwe.de) , dort koennt ihr auch alle Rundbriefe lesen.

Ich werde diesen Brief, in etwas veraenderter Form un mit Bildern als ersten offiziellen Eirene Rundbrief veroffentlichen, also wundert euch nicht wenn ihr eventuell zwei aehnliche Briefe erhaltet.

So dann, wuensch ich euch alles Gute, schreibt mir ich freu mich!
Danke dass ihr euch fuer mich interessiert und bis hier hin gelesen habt. 🙂
Euer
Andreas Adigwe.

Themen: Rundbriefe | Kein Kommentar »

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