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Punk & Christentum? Wie kann man das verbinden? Warum?

Viele meinen Punkrock habe mit Christsein am wenigsten zu tun und wer Christ ist kann weder Punk hören noch sein. Ganz im Gegenteil sie sagen Christentum wäre genau das Gegenteil von dem was Punk ist, Punk würde sich genau gegen das Christentum stellen. Doch ich fühle mich mit beiden verbunden und halte beides für gut. Wie soll das gehen?

> Punk möchte die Welt verändern. In einer Zeit in der man mit Geld alles bekommen kann und in der Kapitalismus die Welt beherrscht, werden die Armen ausgebeutet und mit Füßen getreten. Der Stärkere setzt sich durch! In einer Welt in der Konzerne die Umwelt zerstören um ihre Umsätze zu mehren. Punk oder vor allem die Hardcore Szene, glaubt das man die Welt auch wirklich zum guten verändern kann, sie glauben an die Vernunft des einzelnen. Es geht doch darum, dass der Kapitalismus den Stärkeren erlaubt den Schwächeren zu unterdrücken und auszunützen. Was sind wir den noch, sind wir den nicht nur Maschinen, die für irgend jemanden Arbeiten um das überleben zu sichern. Was bringt uns das eigentlich.
Punk und HC möchte diese Fragen aufwerfen und die Leute aufwecken, provozieren, sie sollen ihr Leben neu betrachten. Durch die Lebensweise der Punks soll man das echte Leben oder Elend des eigenen spießigen Leben sehen können.
> Wenn man nun die ersten Christen in der Bibel liest: Apostelgeschichte 2,42-47 “Diese ersten Christen ließen sich regelmäßig von den Aposteln unterrichten und lebten in brüderlicher Gemeinschaft, feierten das Abendmahl und beteten miteinander. Eine tiefe Ehrfurcht vor Gott erfüllte sie alle. Er wirkte durch die Apostel viele Wunder und bestätigte auf diese Weise ihre Worte. Die Gläubigen lebten wie in einer großen Familie. Was sie besaßen, gehörte ihnen gemeinsam. Wer ein Grundstück oder einen anderen Besitz hatte, verkaufte ihn und half mit dem Geld denen, die in Not waren. Täglich kamen sie im Tempel zusammen und feierten in ihren Häusern das Abendmahl. In großer Freude und mit aufrichtigen Herzen trafen sie sich zu gemeinsamen Mahlzeiten. Sie lobten Gott und waren im ganzen Volk geachtet und anerkannt. Die Gemeinde wurde mit jedem Tag größer, weil Gott viele Menschen rettete.” dann teilen sie alles miteinander. Es ist eine große Gemeinschaft von unterschiedlicher Prägung und unterschiedlicher Bildung. Sie alle teilen miteinander, reden und helfen sich gegenseitig. Dies ist doch die Gemeinschaft wie es sich Punks vorstellen. Jeder ist für den anderen da. Das sich das in der heutigen Kirche nicht durchgesetzt hat, ist ein Zeichen dafür, wie weit Christen von ihrem Lebenstraum Jesus nachzufolgen entfernt sind. Dennoch sind es vor allem Christen, die sich sozial engagieren oder ihr Geld opfern für wohltätige Dinge.
> Und noch eine Sache: Jesus war immer den mächtigen ein Dorn im Auge, er provozierte und rebellierte. Er brachte zum Ausdruck, das es nicht richtig ist irgendwelchen Gesetzen zu gehorchen, sondern das es ganz allein auf deine innere Einstellung ankommt. Der Staat kommt erst nach Gottes Geboten (Gott ist auch der einzige dem man sich als Christ unterordnen soll). In der NS-Zeit gab es deshalb ein paar Menschen, die sich in der bekennenden Kirche gegen Hitlers Gesetzen stellten. Die meisten so zeigt es sich haben aber leider nicht die Zeichen der Zeit gesehen.
> Punk und Christsein läßt sich also vereinbaren: Es sind ähnliche Grundsätze und Gedanken, beide Ideen setzen sich für die Liebe untereinander ein und müßten sich den staatlichen Ideologien widersetzen. Beide sind für die Erhaltung der Natur und stehen ein für die Interessen der Armen und für die Abschaffung von Ungerechtigkeiten.

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  • webby

    Danke, ein guter Beitrag. Nett zu lesen und interessante Gedankenanstöße.

  • adigwe

    Vielen Dank!

  • Anonymous

    Ja, ich finde den Artikel auch recht gut und instruktiv.
    Einen Hinweis möchte ich dir als Rauhhäusler aber noch mitgeben: Gemeinwesenarbeit ist nicht erst in der Settlement-bewegung entstanden, obwohl das in einer großen Zitationsgemeinschaft gern so forttradiert wird, sondern sie hat ebenfalls auch eigene, lang verschüttete Wurzeln und Traditionen in Deutschland, z.B. bei Wichern (vgl. Noack, Gemeinwesenarbeit S. 9).
    Schau dir doch mal den Text Wicherns über den “Bürgerhof” von 1846 an – darin kann man durchaus einen frühen Ansatz von Gemeinwesenarbeit sehen.

  • http://www.expedition-nord.de Sascha Richter

    Wow, das hier ist wirklich richtig toll gemacht!