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Geiz ist weil!?

Von adigwe | 18.Oktober 2005

Warum exsistiert Geiz in unserer Gesellschaft, warum können wir nicht teilen? Ein kurzer nachdenklicher Text, der Fragen an unser System stellt, das ganz und gar nicht christlich zu sein scheint

Ich schaue mich um in der Welt, hier in Deutschland und erkenne, dass immer mehr Menschen immer weniger haben – immer weniger Menschen immer mehr haben.
Ich sehe das wir aufgefordert werden unser weniges was wir haben möglichst sparsam, möglichst gewinnbringend für uns behalten sollen – den Geiz ist geil!
Ich frage mich ob dies richtig ist?
In einer Welt in der Privateigentum das Allerheiligste ist – muss und wird dies auf das äußerste verteidigt. Selbst im Alten Testament gab es so etwas nicht:
3.Mose 25, 23-24: „Darum sollt ihr das Land nicht verkaufen für immer; denn das Land ist mein, und ihr seid Fremdlinge und Beisassen bei mir. Und bei all eurem Grundbesitz sollt ihr für das Land die Einlösung gewähren.“
3.Mose 23, 22: „Wenn ihr aber euer Land aberntet, sollt ihr nicht alles bis an die Ecken des Feldes abschneiden, auch nicht Nachlese halten, sondern sollt es den Armen und Fremdlingen lassen. Ich bin der Herr, euer Gott.“
und im Neuen Testament wissen wir alle wie in Apg. 2, 44-46 die Christen gelebt haben:
„Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam. Sie verkauften Güter und Habe und teilten sie aus unter alle, je nach dem es einer nötig hatte.“

Ich denke Geiz ist weil Privateigentum uns von anderen abgrenzt und wir alleine für uns kämpfen. Christus will uns aber gemeinsam kämpfen sehen und gemeinsam müssen wir nicht geizen sondern können aus den Vollen schöpfen, da jeder etwas einzusetzen hat und einsetzen kann. Nur gemeinsam können wir verarmende Strukturen bekämpfen und christliches Leben ermöglichen.

Und dennoch ist es gut, das die Welt so ist!
1. Petrus 2, 11-16: „Liebe Brüder, ich ermahne euch als Fremdlinge und Pilger: Enthaltet euch von fleischlichen Begierden, die gegen die Seele streiten,
12 -13: und führt ein rechtschaffenes Leben unter den Heiden, damit die, die euch verleumden als Übeltäter, eure guten Werke sehen und Gott preisen am Tag der Heimsuchung. Seid untertan aller menschlichen Ordnung um des Herren willen, sei es dem König als dem Obersten
oder den Statthaltern als denen, die von ihm gesandt sind zur Bestrafung der Übeltäter und zum Lob derer, die Gutes tun. Denn das ist der Wille Gottes, daß ihr guten Taten den unwissenden und törichten Menschen das Maul stopft – als die Freien, und nicht als hättet ihr die Freiheit zum Deckmantel der Bosheit, sondern als die Knechte Gottes. Ehrt jedermann, habt die Brüder lieb, fürchtet Gott, ehrt den König!“
Wie sonst könnten wir Christen die Liebe Gottes und Gottes Reich näherbringen – wenn die Welt gerecht wäre?
Aber: Müssen wir der Welt sklavisch dienen um die wahre Liebe zu zeigen?
Und wie gehe ich mit meinem eigenem Geiz um? In der Welt kann ich ja oft gar nicht anders.
Wie gehen wir als Jugend / Kirche damit um; wie leben wir das Reich Gottes, die Gemeinschaft der Liebe? Eine Frage die gerade ich mir stellen muß der sich gar nicht oft hier geblickt hat.
Wie leben wir in dieser Welt, was können wir in dieser Welt tun? – Können / dürfen wir die Welt gestalten?

Themen: future., Texte | Kein Kommentar »

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